Judischer Kindergarten

2005-2 M Mendritzki 2005-10 K Krieger 2008-05 M.Sommer.pdf 2010-01 J. stemmler

 

Jüdischer  Kindergarten

 

Warum gibt es dieses Projekt bei ASF?

Das Projekt verbindet die Arbeit mit Nachkommen von Überlebenden des Holocaust mit der Situation von Juden in Norwegen heute. Die Arbeit im Kindergarten gibt dem FW Einblicke in die jüdischen religiösen Traditionen und wie sie im Rahmen der Einrichtung Kindergarten gelebt werden. Gleichzeitig erhält der FW Einblick in die norwegischen Richtlinien von Kinderbetreuung. Das Projekt trägt zur Förderung des interreligiösen, aber ebenso des  interkulturellen Dialogs bei.

 

DER ORT:

Der jüdische Kindergarten liegt mitten in Oslo, Stadtteil St. Hanshaugen und ist im neu gebauten Gemeindehaus untergebracht. Ein Kontakt mit der jüdischen Gemeinde ist auf Grund der räumlichen Nähe gegeben.

 

DAS PROJEKT

Der Träger

Der Träger des jüdischen Kindergartens ist ein selbständiger Verein.

 

Kinder und Personal in der Einrichtung

Insgesamt besuchen momentan 28 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren den jüdischen Kindergarten. Diese werden je nach Alter in drei Gruppen geteilt: 5 – 6 Jahre, 3- 4 Jahre und 1-3 Jahre.

Betreut werden die Kinder von pädagogischen Fachkräften, sowie Assistenten. Die praktische Arbeit im Kindergarten ist für alle Mitarbeiter identisch und auch dem FW wird ein hohes Maß an Verantwortung übertragen.

Zur Zeit hat die Gemeinde 2 Praktikanten aus Israel, die auch im Kindergarten mitarbeiten. Dieses Programm soll auch in Zukunft weitergeführt werden.

 

Was wird gemacht: Das Konzept

Der Kindergarten folgt den  norwegischen Vorschriften des Bildungsministeriums für Kindergärten.  Die vorschulische Bildung  der Kinder steht im Vordergrund. Besondere Erwähnung sollte das sogenannte „friluftsliv“ an dieser Stelle finden, was einen hohen Arbeitseinsatz an der frischen Luft bedeutet. Abgesehen von seinem religiösen und kulturellen Hintergrund unterscheidet sich der Kindergarten ansonsten nicht von anderen Kindergärten.

 

Erwartungen des Projektes an den FW allgemein

Das Projekt erwartet in erster Linie einen FW, der Spaß an der Arbeit mit Kindern hat. Diese Arbeit erfordert viel Geduld und einen hohen Grad an Selbstdisziplin. Der FW geht in den Turnusplan der Mitarbeiter ein und der FW bekommt teilweise die gleichen Aufgaben wie Angestellte. Er unterscheidet sich aber insoweit, dass er nicht allein mit den Kindern arbeiten kann, sondern immer mit einer festangestellten Kraft zusammenarbeitet.

 

Die Arbeitszeit beträgt 37,5 Wochenstunden. Das Projekt erwartet, dass die Ferien in den Schließzeiten des Kindergartens genommen werden, d.h. im Sommer. In Absprache mit dem Kindergarten sind begrenzte Ausnahmen möglich.

 

FW

Arbeitsaufgaben

Nach Bedarf  wird der FW einer Gruppe zugeteilt. Primär arbeitet der FW in der Gruppe der 1-3 jährigen. Der FW arbeitet zusammen mit einer Vorschullehrerin und einem Assistenten. Während der Schlafzeiten geht der FW in die Gruppe der großen Kinder und bekommt so alle Altersgruppen im Kindergarten mit. Fähigkeiten und Interessen des FW werden berücksichtigt. Eigeninitiativen wie  Sport und Basteln/Malarbeiten werden begrüßt.

 

Kontaktperson und Begleitung

Das Projekt stellt für den FW eine Kontaktperson, die verantwortlich für die begleitenden Gespräche ist. Die Funktion übernimmt die Pädagogin der Gruppe, wo der FW eingesetzt ist. Die Leiterin des Kindergartens ist Ansprechperson für alle Fragen der praktischen Organisation. (Verpflegung, Wohnung und Urlaub)

 

Wohnsituation

Der Freiwillige ist unweit des Projektes in einem großen, an eine Hochschule angeschlossenen Wohnkomplex  untergebracht. Ein eigenes Bad ist vorhanden, die Küche teilt er sich  mit 4 weiteren Mitbewohnern. Das kann  einen Vorteil darstellen, da hier gute Kontakte geknüpft werden können.

 

 

Aktivitäten und Kontakte in der Freizeit

Es gibt eine Vielzahl von Kultur- und Freizeitangeboten, die den FW viele Möglichkeiten geben, seine eigenen Interessen und Fähigkeiten umzusetzen. In Oslo sind 3 weitere FW eingesetzt.