Lundheim FHS

2002-03 Franziska Kremser, Simon Heckt 2003-02 Franziska Kremser 2003-10 Bjoern Stroeh 2004-2 R Somdalen 2005-5 R Somdalen 2005-8 K Guenther 2005-10 S Kuehn 2007-6 J Schmalfuss 1 2007-6 J Schmalfuss 2 2007-10 K Hornschuh 2009-12 M.Bielefeld

Lundheim FHS

 

 

Warum gibt es dieses Projekt?

Die FHS sind ein besonderes Modell der politischen Jugendbildung, das sich mit spezifischen Angeboten an junge Erwachsene zwischen dem Abschluß der Schule und der weiteren Ausbildung richtet. Lundheim basiert auf dem Konzept der doppelten Integration, d.h. nichtbehinderte Schüler werden in das Milieu des Lebens von Menschen mit Behinderungen integriert und umgekehrt. An dem Integrationsgedanken sind alle Angebote der Schule ausgerichtet. Die FW sind Teil dieses Modells indem sie praktisch gelebte Integration leben und erleben. Lundheim fördert und wünscht besonders von den FW,  dass sie Angebote für die Schüler zum Thema Erinnerung an den 2.WK und Verständigung zwischen den Völkern einbringen.

Die  Zusammenarbeit mit den Angestellten und Lehrern der Schule eröffnet  die Möglichkeiten, etwas darüber zu erfahren, was in den Familien über die Geschichte der Okkupation in diesem Teil von Norwegen erzählt. Gleichzeitig  können die FW so auch die  gegenwärtige Bedeutung von Geschichte erforschen.

 

 

DER ORT

Die Folkehøgskole Lundheim befindet sich in Moi, einem kleinen Ort im Südwesten Norwegens. Sie liegt ungefähr sechseinhalb Stunden Autofahrt von Oslo entfernt. Die nächsten grösseren Städte sind Kristiansand und Stavanger, die beide zwei Stunden Autofahrt entfernt sind. Moi liegt in der Mitte zwischen diesen beiden Staedten eingebettet von Bergen und Seen und hat eine gute Anbindung an das Verkehrsnetz. Man findet einen Bahnhof mit Verbindung Richtung Oslo und Stavanger sowie eine Busstation, die eine Verbindung direkt von Moi nach Hamburg gewährleistet.

 

DAS PROJEKT

Der Träger

Freie Stiftung

 

Die Schüler

Die Folkehøgskole Lundheim ist eine integrierende Internatsschule für 70 Schüler. Körperlich Behinderte und Nichtbehinderte leben und lernen zusammen und haben die Möglichkeit sich in verschiedenen Gebieten auszuprobieren. Man kann diese Schule ab dem 18. Lebensjahr besuchen um sich für seinen weiteren Lebensweg zu orientieren.

 

Was wird gemacht: Das Konzept

An einer Folkehøgskole zu leben und zu arbeiten ist eine ganz besondere Lebensweise. Das soziale Miteinander wird gefördert und das Leben durch verschiedene Attraktionen interessant gestaltet. Die Schüler können aus verschiedenen Linien zwei wählen, die sie belegen möchten um in diesen Bereichen mehr Wissen und Erfahrungen zu sammeln. Sie haben die Möglichkeit zwischen beispielsweise Theater/Tanz, Sport, Rockband, Fotografie, Allround, als tägliche Unterrichtsfächer zu wählen.  Die angebotenen Linienfächer variieren von Jahr zu Jahr. Außerdem gibt es jeden Samstag ein Seminar zu einem bestimmten Thema.

Die Schüler können darüber hinaus verschiedenen Freizeitbeschäftigungen belegen, um weitere Einblicke zu erlangen oder einfach ihre Hobbies zu vertiefen.

Ebenso organisiert die Schule mehrere Ausflüge mit den Schülern. Einerseits um das eigene Land besser kennenzulernen, als auch im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Es gibt eine große Reise für alle Schüler, so wie auch für jede Linie eine Tour.

 

Erwartungen des Projektes an die FW

Allgemeine Erwartungen an den FW sind größtenteils integrative Arbeiten und Motivation der Schüler. Grundvoraussetzung ist eine positive Einstellung und Motivation gegenüber dem Projekt. In dem Sinne sollen die FW Rollenmodelle für die Schüler in Freizeit und Unterricht sein. Lundheim erwartet, dass die Freiwilligen von ASF berichten und diesbezügliche Themen einbringen. Die konkreten Aufgaben der Freiwilligen orientieren sich an  dem Bedarf der Schule und des Internats.

Die Arbeitszeit ist flexibel, die wöchentliche Arbeitzeit ist an 37,5 Stunden ausgerichtet. Das Projekt erwartet, dass der Anspruch auf den vertraglich festgelegten Urlaub während der Schulferien genommen wird. Ausnahmen sind in besonderen Fällen nach Absprache mit dem Projekt begrenzt möglich.

 

 

 

 

DIE FREIWILLIGEN

Arbeitsaufgaben

Die Arbeit des Freiwilligen ist in drei Bereiche unterteilt. Zum einen die Internatarbeit, die Arbeit im Unterricht, sowie die Freizeitgestaltung (Miljøarbeit). Die Aufgabenbereiche richten sich primär an den Schülern aus, die Hilfe in der Schule und im Internat brauchen.

Darüber hinaus betreiben die FW zusammen mit den Assistenten eine „Kiosk“ und bieten einen Filmabend an.

 

(a)Internatarbeit:

Die Internatarbeit beinhaltet die Betreuung der behinderten Schüler und die Hilfe bei      eventuellen Problemen des Alltags, die sich den Schülern stellen. Sie ist so aufgeteilt, dass der Freiwillige ein oder zwei Tage in der Woche den Schülern beim Aufstehen hilft, sowie einen Tag in der Woche am Nachmittag in der Schule ist, um den Schülern beim Gang auf die Toilette, beim Duschen, oder anderen Sachen zu helfen. Ebenso muss der Freiwillige jedes dritte Wochenende im Internat arbeiten, das kann auch allgemeine Reinigungsarbeiten im Haus beinhalten.

 

(b)Arbeit im Unterricht: 

Der Freiwillige arbeitet in einer bestimmten Linie, in der viele Schüler Hilfe benötigen. Er hilft meist den behinderten Schülern bei bestimmten Aufgabenstellungen oder Aktivitäten, so dass diese auch in der Lage sind voll am Unterricht teilzunehmen. Doch die Arbeit ist nicht nur auf die behinderten Schüler beschränkt, so ist der Assistent auch da um das soziale Miteinander zu unterstützen und das Zusammenleben und arbeiten zu verbessern und bei eventuell auftretenden Konflikten einzuschreiten, sowie den Schülern ein Ansprechpartner zu sein.

 

(c)Miljøarbeit:

Dieser Bereich ist schwer zu definieren. Es handelt sich einerseits darum Freizeitangebote für alle Schüler zu organisieren, die das soziale Miteinander stärken sowie sich speziell mit sozial schwächeren Schülern zu beschäftigen um sie besser in das soziale Umfeld zu integrieren. Dabei gibt es ansonsten keine genaue Zeiteinteilung oder Aufgabe, man muss versuchen herauszufinden, was dem Schüler Spaß macht und darauf aufbauend eventuelle Beschäftigungen finden.

 

(d)Persönliche Ideen:

Die Schule bietet Raum und Möglichkeiten eigene Interessen als Unterrichts- bzw. Freizeitangebote umzusetzen.

 

Begleitung und Kontaktperson:

Es gibt ein wöchentliches Meeting mit den anderen Assistenten und der Kontaktperson (Armin Stock) bei dem der Stundenplan für die nächste Woche, besondere Vorkommnisse, Probleme und Fragen diskutiert werden.

Man hat jeder Zeit die Möglichkeit mit der Kontaktperson zu reden und sie auch telefonisch zu erreichen. Trotzdem wird es immer auch Dinge geben die man selbst herausfinden muss.

 

Wohnsituation:

Freiwillige und Assistenten leben in einer gemeinsamen Wohnung. In dieser Wohnung befinden sich 9 Räume, eine große Küche mit angrenzendem Aufenthaltsraums, 3 Toiletten und zwei Duschen. Man hat sein eigenes Zimmer und teilt sich Küche, Dusche und Toiletten mit den anderen Freiwilligen.

 

Aktivitäten und Kontakte in der Freizeit

Durch die Lage und Ausstattung der Schule hat man zahlreiche  Freizeitmöglichkeiten. Per Bus und Bahn kann man innerhalb 1 ½ Stunden nach Stavanger oder Kristiansand fahren. Meist verbringt man die Freizeit mit den anderen Assistenten, Lehrern oder Schülern.

Es ist auch möglich die Freizeitangebote des Ortes zu nutzen, über die man sich aber selber informieren muss.